Das "Mehr! Theater" Foto: Mehr! Entertainment
Foto: Mehr! Entertainment

Das „Mehr! Theater“: Verwandlungskünstler im Hamburger Markt

Klaus Oetzel, Theaterleiter "Mehr! Theater" Foto: Klaus Oetzel

Klaus Oetzel, Theaterleiter „Mehr! Theater“ Foto: Klaus Oetzel

Bilanz nach fast 2 ½ Jahren im Hamburger Markt. Rekordzahlen für 2017. Die „neue“ Location auf dem Hamburger Großmarkt ist mittlerweile gar nicht mehr so neu und etabliert sich im Veranstalter-Markt.

Über die Herausforderungen und Möglichkeiten des „Mehr! Theater am Großmarkt“ haben wir mit Theaterleiter Klaus Oetzel persönlich gesprochen.

„Mehr! Theater!“ in Hamburg

Seit März 2015 bereichert das „Mehr! Theater“ jetzt die Spielstätten in Hamburg. Seit fast 2 Jahren sind Sie als Theaterleiter nun für das Haus verantwortlich. Was ist das Tolle an Ihrem Job?

Klaus Oetzel: Interessant war von Anfang an eine unbekannte Spielstätte zu einer Location aufzubauen und im Markt zu etablieren. Es reizt ungemein sich ein Team aufzubauen, das vorher so noch nicht existiert hat. Darüber hinaus haben wir eine unglaubliche Vielfalt an Veranstaltungen. Und den direkten Kontakt zu den Veranstaltern selbst, zu den Künstlern, zu den Crews und den Musikern. Die Vielfalt dieses Jobs ist etwas, das auch für mich neu war.

Otto Waalkes hat eine unglaubliche Stimmung erzeugt

Was ist Ihre Showbilanz für das letzte Jahr. Welche Produktionen waren Ihre Highlights und warum?

Klaus Oetzel: Wir haben viele Einzelkonzerte, die sehr erfolgreich waren. Für mich aber war „Billy Elliot – Das Musical“ DAS Stück überhaupt, weil es das beste Musical ist, das es überhaupt gibt. Bei uns war es in einer besonderen Version mit dem Originalcast im Haus, das war unglaublich toll. Außerdem hatten wir das ZDF mit der Produktion „40 Jahre NENA Bühnenjubiläum“ da, das eine Samstagabend Show aufgezeichnet hat. Der halbe September war gebucht, die Ausstrahlung war am 08.10.2017 mit Thomas Gottschalk. Da konnten wir sehen, wie aufwändig so eine Produktion ist und wie Fernsehen agiert. Ansonsten war für mich das persönliche Highlight Gianna Nannini, da habe ich mir selbst mal frei genommen und in der ersten Reihe gestanden. Außerdem war Otto für uns sehr erfolgreich, 3 Shows hintereinander und er hat eine unglaubliche Stimmung erzeugt. Zufällig wurde sogar mein Sohn von ihm auf die Bühne gebeten, ohne dass Otto wusste, dass es der Sohn des Theaterleiters ist. Das war für ihn natürlich ein Erlebnis. Das spiegelt, denke ich, gut die Vielfalt wieder.

Das „Mehr! Theater“ – der Verwandlungskünstler

Ich höre schon raus. Eigentlich müsste das Theater nicht „Mehr! Theater“, sondern „Mehr! Verwandlungskünstler“ heißen. Was können Sie alles aus dem Theater machen und somit den Veranstaltern anbieten?

Klaus Oetzel: Wir schließen niemanden aus. Wenn wir eine Boxveranstaltung haben, können wir das genauso umsetzen, wie Konzerte oder z. B. eine TV Aufzeichnung, eine Autopräsentation oder eine 360 Grad Bühne, die für Produktpräsentationen extra eingebaut wird. Das ist alles möglich durch unsere Art des Einraumkonzeptes. Wir haben einen 2.000 qm großen Innenraum, den wir bestuhlen oder entstuhlen können und können über 40 Tonnen Material an die Decke hängen. Das wird zunehmend von unterschiedlichen Veranstaltern und Unternehmen gesehen und genutzt. Was uns natürlich freut und bisher im Jahr 2017 ca. 220 vermietete Tage und ca. 270.000 Besucher beschert hat.

Viele Wege führen zum „Mehr! Theater“

Das „Mehr! Theater“ liegt auf dem Gelände des Großmarktes in der Nähe des Hauptbahnhofs. Wenn ich als Besucher zu Ihnen kommen möchte, wie ist der einfachste Weg?

Klaus Oetzel: Viele Wege führen zum „Mehr! Theater“ (lacht). Neben der Buslinie vom Hauptbahnhof kommend direkt an der Amsinckstraße, erreicht man fußläufig in wenigen Minuten die S-Bahn Station Hammerbrook und die U-Bahn Station Steinstraße. Zusätzlich haben wir auf dem Großmarktgelände 500 Parkplätze.

Mittlerweile ist das bei den Besuchern schon sehr etabliert. Als Herausforderung haben wir aktuell eine Baustelle auf der Amsinckstraße und somit für den Autoverkehr eine geänderte Anfahrt. Die Einfahrt ist jetzt in der Mitte des Großmarkts an der Shell Tankstelle. Dies wird auch noch die nächsten drei Jahre so bleiben.

Es fehlte eine Location in der 3.500ter bis 4.000er Kapazität

Wie beurteilen Sie die aktuelle Marktsituation? Schließt Ihre Location eine Lücke im Hamburger Angebot?

Klaus Oetzel: Unbedingt. Wir schließen eine Lücke, von der es bekannt war, dass es diese schon lange gibt. Es gibt die Barclaycard Arena*, die Sporthalle* und dann die Clubs auf der Reeperbahn, wie z.B. das Docks* oder die Große Freiheit 36*. Dazwischen fehlt eine Location in der 3.500ter bis 4.000er Kapazität. Es gab jahrelange Diskussionen so etwas eventuell in St. Pauli zu errichten. Dort war es einfach nicht möglich, da sich die Location in direkter Nachbarschaft zu Anwohnern hätte befinden müssen. Innerhalb eines Wohngebietes sind solche Projekte heutzutage nicht mehr umsetzbar. Wir sind mit dem „Mehr! Theater“ somit sehr gut positioniert. Wir können zu jeder Zeit Veranstaltungen durchführen, haben keine Wochentags- oder Lautstärkebeschränkungen und sind zentral gelegen. Zusätzlich ist die Lösung des PKW-Verkehrs sehr gut regelbar auf unserem Gelände.

Was können wir in den nächsten Monaten an Shows und Highlights bei Ihnen erwarten?

Klaus Oetzel: Es wird Unterschiedliches geben. Neben Shows wie aktuell GREASE – Das Musical oder auch die Rocky Horror Show, haben wir Acts wie die Poetry Slamerin Julia Engelmann oder bereits ausverkaufte Lesungen von Marc-Uwe Kling. Für 2018 sind ebenfalls schon viele Shows gebucht und weitere geplant. Es bleibt also spannend.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben. 

Klaus Oetzel, Theaterleiter "Mehr! Theater" und Mediaberaterin Frauke Ulfik Foto: more Marketing

Alle Infos zum „Mehr! Theater!“, der Anfahrt und allen kommenden Shows gibt es hier: www.mehr-theater.de.

*Anmerkung der Redaktion zu den Kapazitäten der Veranstaltungshäuser:
Barclaycard Arena = ca. max. 14.000 Besucher; Sporthalle Hamburg = ca. max. 7.000 Besucher; Docks = ca. max. 1.500 Besucher; Große Freiheit 36 = ca. max. 1.500 Besucher



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