„Kino im Kopf“ oder: Wie setze ich den Funkspot in die Tat um?

Sie haben bereits den Streuplan von more Marketing oder Ihrer Agentur erstellen lassen, der Spotinhalt steht fest und das Studio ist ausgesucht. Nun beginnt die kreativ-technische Arbeit. Der Producer arbeitet sich Stück für Stück an den Funkspot heran.

Sprecherauswahl

Als erstes wird der Sprecher ausgewählt. Männlich markant oder weiblich witzig? Ein Glück gibt es eine Auswahl von professionellen Top-Stimmen: Zugriff auf ein Sprecher-Archiv, z.B. das VOXHOUS erleichtern die Suche nach dem passenden Vocal.

Meistens wird der Text über ein sogenanntes Musiktaxi eingesprochen. Hierbei werden die Audiodateien per ISDN-Leitung übertragen. Selten ist der jeweilige Sprecher vor Ort im Studio. Aus ca. fünf Minuten Rohmaterial zieht der Producer sich dann die passenden Takes heraus. Falls es ein bestehendes Testimonial gibt, wie z.B. Sky du Mont für die „Apothekenumschau“, sollte auf dieses immer wieder zurückgegriffen werden. Die Wiedererkennung ist extrem wichtig, weil sie dem Verbraucher eine Verlässlichkeit garantieren kann.

Musikauswahl

Wenn in Ihrem Funkspot Musik eingebettet werden soll, wird diese fast immer als Instrumental-Version unterlegt. In einer sogenannten Musik-Library kann der Produzent auf jede Menge Songs oder Geräusche zugreifen. Bei more Marketing existiert dafür ein pauschaler Vertrag. Musik kann den Look & Feel des Spots unterstützen und die Aussage wesentlich verstärken.

Tonalität

Wie transportieren wir die Botschaft? Das Stilmittel ist entscheidend: Humor, Witz, Regionalität, Dialekte, Akzente oder Seriosität? Wie ist der bisherige Markenauftritt des Produktes? Dieses muss alles abgestimmt sein – und dabei sollten keine neuen „Schubladen“ geöffnet werden. Mit einer Ausnahme: Wenn eine völlig neue Darstellung der Brand geplant ist.

Länge des Radiospots

Die Sekundenlänge von Radiospots ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Im Schnitt kann man von ca. 25 Sekunden ausgehen. Der Trend hat sich wohl auch deshalb durchgesetzt, weil bei gleichbleibenden Etat eine Frequenzerhöhung bessere Werbewirkungen erzielen kann. Der Hörer hat so die Möglichkeit, den Funkspot öfter wahrzunehmen. Will man eine „Geschichte“ erzählen“, kommt man aber um 30 Sekunden und länger nicht herum. Ansonsten gilt im Radio der Grundsatz: Keep it simple! Um der Wirkung und Aufmerksamkeit noch mal eins drauf zu setzen, empfiehlt sich auch ein sogenannter Reminderspot. Dieser kann als Tandem (mit Fremdspots getrennt) oder als Allonge (beide Spots folgen aufeinander) platziert werden.

Cherry on the Cake

Für mittel- und langfristige Kampagnen lohnt es sich, ein akustisches Logo zu entwerfen beziehungsweise zu verwenden. Das Logo fällt auf, gilt zugleich als Wiedererkennungsmerkmal des Spots und ruft das Unternehmen in Erinnerung. Zukünftige Spots sollten nachhaltig mit diesem akustischen Logo versehen werden.
Große Unternehmen wie die Telekom und Automobilhersteller stellen so ihre Einzigartigkeit sicher. Durch die kurze Tonfolge bedingt, ist es jedoch äußerst schwierig, eine unverwechselbare Sequenz zu erzeugen, die es noch nie gegeben hat. Aber vielleicht ist das auch einfach einmal eine kreative Herausforderung 😉

Viel Erfolg mit Ihrer Werbebotschaft!



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