Das Smartphone wird der wichtigste Online-Zugang Foto: Shutterstock
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Smartphone first: Prognose zur Verteilung des weltweiten IP-Traffics

Wie agiert der Mensch im digitalen Zeitalter? Eine der wohl zentralsten Fragen der Neuzeit, die Marketer und Marktforschung zu neuen Studien inspiriert. Schon lange kennt man den Ausspruch „mobile first“, doch was bedeutet das eigentlich?

Smartphones werden immer wichtiger

Laut einer aktuellen Studie des CISCO VNI Forecast bedeutet es, dass es im Jahr 2021 weltweit 27.1 Milliarden vernetzte Geräte gibt. Ganze 43 % davon werden zur Sparte der mobilen Endgeräte gehören.

Herunter gebrochen auf die einzelnen Devices, sieht es wie folgt aus:

Infografik: Smartphone wird wichtigster Online-Zugang | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

In der Prognose ist zu erkennen, dass der Computer einen klaren Verlust durch den Zuwachs der Nutzung von Smartphones zu verbüßen hat. Interessant ist auch, dass der Gebrauch von Fernsehern im Vergleich zu den beiden anderen Endgeräten relativ stabil bleibt.

Lässt sich der globale Trend auf Deutschland übertragen?

93%

der deutschen Bevölkerung werden im Jahr 2021 das Internet nutzen.

58%

der Weltbevölkerung werden im Jahr 2021 das Internet nutzen.

Schaut man sich die Internetnutzung der Deutschen im globalen Vergleich an, wird diese im Jahr 2021 weit über dem weltweiten Durchschnitt liegen. Ähnlich sieht es bei unseren Nachbarn in Frankreich (92 %) und Schweden (92 %) aus. Und auch hier liegen die mobilen Devices weit vor den stationären. Grund genug, einen genauen Blick auf den Smartphone-Traffic zu werfen.

Infografik: Smartphone-Traffic verzehnfacht sich bis 2019 | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der Anstieg der Datennutzung

Laut Cisco Visual Networking Index wird sich bis zum Jahr 2019 der weltweite Smartphone-Traffic auf eine Datenmenge von 18.2 Exabyte pro Monat verzehnfachen. Dieser Zuwachs lässt sich einer Kausalkette zuschreiben: die Verbreitung und Nutzung von Smartphones wächst. Und damit auch der individuelle Datenverbrauch. Wie groß dieser Datenverbrauch sein wird, zeigt dieses Beispiel:

Im Jahr 2019 soll die Datennutzung in Deutschland 259.8 Petabyte betragen. Das entspricht laut Rechnung von Statista in etwa dem Datenvolumen von 65 Millionen DVDs.

Wie man mit dem mobilen Trend umgehen kann

  1. Denken Sie mobil! Bedenken Sie bei Ihrer Kampagnen-Planung stets, dass Ihr visuelles Werbemittel auch auf einem kleinen Display eine gute Figur machen sollte.
  2. Seien Sie nicht „wisch und weg“! Nichts ist schlimmer, als ein Werbemittel, dass zwar mobil ausgespielt, aber kaum beachtet wird. Eine gute Lösung dafür sind zum Beispiel Audio- oder Video-Pre-Stream-Ads. Diese werden vor dem eigentlichen Content geschaltet, sodass der User dazu gebracht wird, die komplette Ad zu konsumieren.
  3. Beachten Sie das Datenvolumen! Nichts ist ärgerlicher, als ein Werbemittel das nicht ausgespielt werden kann, da das mobile Datenvolumen aufgebraucht ist. Gerade Videos beginnen dann unschön zu „ruckeln“. Und da ist es dann auch egal, ob sie das in HD tun oder nicht.
  4. Denken Sie Anbieter-orientiert! Über welches Betriebssystem wollen Sie Ihr Produkt ausspielen? Diese Frage stellt sich gerade bei Apps, welche meist auf das entsprechende Betriebssystem angepasst werden müssen. Eine kleine Hilfe zur Orientierung bietet die Prognose zum weltweiten Smartphone-Absatz von IDC.
Infografik: Das Smartphone-Duopol | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Das Radio und das Smartphone

In der Radiowelt ist der Zuwachs des mobilen Datenkonsums ebenfalls ein Thema. Immerhin werden unsere Produkte, oder besser gesagt Sender, auch über Apps oder mobile Websites konsumiert. Sogar das klassische UKW-Programm findet einen digitalen Platz in Form des Simulcasts. Um auch weiterhin eine gute Mediaplanung gewähren zu können, gibt es die ma Audio. In diesem speziellen Messverfahren werden die Daten der klassischen ma Radio mit dem logfile-basierten Daten der ma IP Audio zusammengefügt, sodass sich eine konvergente Währung ergibt.

Exkurs für Neugierige: Was ist eine IP-Adresse?

Sie möchten einen Brief verschicken. Um sicher gehen zu können, dass der Brief auch beim gewünschten Empfänger ankommt, benötigen Sie die Adresse dieser Person. Den gleichen Grundgedanken hat auch die IP-Adresse. Sie ist die digitale Adresse eines Endgerätes und sorgt so dafür, dass der dazugehörige User – also der Benutzer des Endgerätes – die Informationen bekommt, die er auch wirklich sucht oder erhalten soll. Hierbei bedient sich der digitale Postbote an dem „Internet Protocol“ (kurz: IP).  Dieses regelt, wie und in welcher Form die zu übermittelnden Informationen ausgetauscht werden. Einen kleinen Unterschied gibt es dann im Vergleich zur klassischen Adresse doch: Jedes Gerät besitzt eine eigene IP-Adresse und teilt sich diese nicht mit anderen Endgeräten.



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