Was sind eigentlich Podcasts und wie kann ich als Werbetreibender aktiv werden?

Immer mehr Menschen in Deutschland hören Podcasts. Und immer mehr Menschen in Deutschland machen Podcasts. Ob nun Influencer, Ex-TV-Moderatoren, Sport-Experten, Film- und Serien-Enthusiasten oder auch einfach mal gute Freunde oder Kollegen. Die Hürden sind so niedrig wie nie und der Einstieg seinen eigenen Podcast zu starten, wird immer leichter gemacht. Vor allem Radiosender sind jetzt dazu angehalten, am Ball zu bleiben und den Zug nicht zu verpassen. Längst sind Podcasts kein Nischenmedium mehr, vor allem, wenn man das Thema aus Sicht eines Werbetreibenden betrachtet. Aber fangen wir mal mit den Basics an und stellen uns die grundlegende Frage…

 

Was ist ein Podcast?

Anfang der 2000er machte das Konzept des Audiobloggings die Runde. Also ein Blog, auf dem nicht regelmäßig Texte, sondern Audiodateien verbreitet wurden. Das populärste Abspielgerät dafür war damals der Apple iPod, wodurch sich später der Begriff Podcast (aus „iPod“ und „to broadcast“) etablierte. Ungewollt aber glücklich darüber, stand das Tech-Unternehmen fortan Pate für den Namen und festigte 2005 seine Verbindung zum Medium, indem Apple innerhalb von iTunes eine eigene Rubrik für Podcasts eröffnete, die bis heute genutzt wird.

 

Wo kann ich überall Podcasts hören?

iTunes bietet bis heute das größte Verzeichnis an eingetragenen Podcasts an. Vorteilhaft ist, dass man nicht nur über Apple exklusiv an die Audiodateien kommt. Diverse Apps wie zum Beispiel Podbean oder Castbox haben Zugriff auf die Bibliothek von iTunes und so können die meisten Podcasts mittlerweile überall und von jedem kostenlos gestreamt oder heruntergeladen werden.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Wettbewerber, die die Nutzer auf ihre Plattformen ziehen wollen. Das größte Beispiel in Deutschland liefert bis dato Spotify, die 2016 den von Radio Eins produzierten Podcast „Sanft & Sorgfältig“ von Musiker Olli Schulz und Moderator Jan Böhmermann übernahmen und ab Mai 2016 mit der Nachfolgesendung „Fest & Flauschig“ an den Start gingen. Der Clou: nur bei Spotify angemeldete Nutzer haben seitdem Zugang zum Podcast. Es folgte eine lange Zeit von nur wenigen handverlesenen und ausgewählten Shows bei Spotify, seit Anfang 2019 sind die Tore aber geöffnet und nun kann wie bei iTunes jeder seinen Podcast beim Streamingdienst einreichen.

Auch der Hörbuch-Anbieter Audible, mittlerweile unter dem Dach von Amazon agierend, bietet einige Shows an. Dort gibt es ebenfalls exklusive Formate, die allerdings hinter einer monatlichen Bezahlschranke von 9,95€ im Monat versteckt sind. Als außenstehende Marke oder Hobby-Podcaster bekommt man seinen Podcast dort allerdings nicht platziert.

 

Werbung in Podcasts?

Einer der großen Vorteile von Podcasts ist, dass diese mit großem Fokus konsumiert werden. Den Fernseher oder das Radio lässt man gerne auch mal nebenbei laufen. Beim Podcast ist der regelmäßige Hörer meist entweder am Thema interessiert oder zumindest an den Menschen und deren Meinungen dahinter. Ähnlich wie beim Radio haben sich bereits Werbemittel wie Sponsorings oder Audio-Spots durchgesetzt. Das allerdings erfolgreichste und bei den Hörern beliebteste Mittel ist das Native Advertising.

Nach einer Befragung des Vermarktungsnetzwerks Podstars by OMR in 2018 wurde festgestellt, dass die Werbeakzeptanz von Host-Read-Ads wesentlich höher ist als bei anderen Werbeformen. Dazu sagt Vincent Kittmann von Podstars by OMR: „Podcast-Werbung hat gegenüber allen anderen Werbeformen den Vorteil, dass der Host eine enge Bindung zu seinen Zuhörern aufbaut. Das schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Das wiederum sind mit die wichtigsten Variablen, wenn es um das Thema Werbeakzeptanz und -wirkung geht.“ Passend dazu geht aus einer aktuellen Prognose der WARC Global Advertising Trends hervor, dass sich der Werbeumsatz von Podcasts bis 2022 verdoppelt haben soll.

 

So klingt Werbung in Podcasts

An dieser Position sind der Freiheit keine Grenzen gesetzt. Allerdings empfehlen wir es, sich an gewissen Formaten zu orientieren, die die meisten der Podcast-Hörer bereits kennengelernt haben.

Brand-Sponsorings

„Die heutige Ausgabe des Podcast wird euch präsentiert von BRAND XYZ“ – ein klassisches Format, welches man beim Radio oft im Zusammenhang mit Wetter und Verkehr hört. Das Sponsoring kann dann je nach Belieben im Intro und/oder im Abspann einer Podcast-Folge positioniert werden.

Ein Beispiel aus dem Radio Hamburg Podcast/Hörspielkrimi „Hummel, Hummel – Mord, Mord

 

Host-Read-Ads

Hier bieten sich den Werbetreibenden mehrere Optionen:

  • Der Host zeichnet vor bzw. nach der Aufnahme des Podcasts eine selbstgesprochene Werbemitteilung auf, die an beliebiger Position in der Folge eingebaut werden kann.
  • Der Host stellt im Intro und/oder im Outro der Podcast-Folge im fließenden Monolog bzw. Dialog den aktuellen Partner und/oder dessen Produkt vor.

Wichtig ist hier natürlich die Glaubwürdigkeit zu bewahren und sicherzustellen, dass der Host wirklich von dem Produkt überzeugt ist und es zur Marke/zum Format des Podcast passt.

Ein Beispiel aus dem Radio Hamburg Podcast/Hörspielkrimi „Hummel, Hummel – Mord, Mord

 

Sie interessieren sich für ein Radio Hamburg Podcast Sponsoring? Dann melden Sie sich einfach bei uns oder informieren Sie sich unter unserer Produktkategorie „Online Audio“ über unser Podcast Sponsoring.

 

Podcast-Apps und Aggregatoren

Klar, wer einen Podcast aufnimmt, möchte ihn an möglichst viele Menschen distribuieren. Seinen Podcast also auf einer Unterseite im Web zu verstecken, reicht da heutzutage nicht. Die größte Podcast-Bibliothek liegt immer noch bei iTunes. Apple als Marke wird heute immer noch stark mit dem Thema Podcasting in Verbindung gebracht und so ist es uneingeschränkt jedem zu empfehlen, seinen Podcast dort listen zu lassen. Der Aufnahmeprozess dauert in der Regel nicht länger als 48 Stunden und von dort „crawlen“ sich viele kleinere Podcast-Apps wie Podbean oder Overcast ihre Inhalte. Neben diesen Aggregatoren gibt es allerdings noch weitere Bibliotheken, die zu bestücken gelten.

Audio Now, Spotify & Co.

Anders als die zuvor genannten alternativen Podcast-Apps, muss man bei den gängigen Streaming-Plattformen und Audio Now seinen Podcast wie bei iTunes manuell einreichen. Die meisten großen Podcast-Hoster wie z.B. Anchor, Blubrry, LibSyn oder Podigee bieten einem im eigenen Dashboard direkt den Export zu Spotify, Deezer, YouTube etc. an. Sollte der automatische Export zu einer gewünschten Plattform nicht angeboten werden, ist zu empfehlen direkten Kontakt zum jeweiligen Medium aufzunehmen.

 

Podcasts bei Radio Hamburg

Bei Radio Hamburg verfolgen wir das Ziel unsere Expertise in der Audioproduktion und das Talent unserer Moderatoren zu vereinen, um so neben dem regulären Radioprogramm auch beim Thema Podcasts ganz oben mitzuspielen.

Der Hörspielkrimi aus Hamburg

Mit den Moderatoren und Redakteuren aus der Radio Hamburg Redaktion sowie abwechselnden Stargästen sind bisher über 20 Folgen von „Hummel, Hummel – Mord, Mord!“ entstanden. Sogar auf den ersten Platz der beliebten iTunes-Charts hat es das Format eine Zeit lang geschafft. Alle Infos zu „Hummel, Hummel – Mord, Mord“ gibt es hier.

 

Die aktuellsten Nachrichten

Unsere Radio Hamburg Nachrichten hört man nicht nur live im Radioprogramm, sondern auch on demand im Podcast-Format. Am besten informiert bleibt man über den Alexa-Skill von Radio Hamburg und lässt sich per Sprachbefehl seine tägliche Zusammenfassung geben. Alle Infos dazu gibt es hier!

 

Star-Interviews & Kino-News

Seit Jahren schon ist Christian Aust der Experte, wenn es um Hollywood, Netflix und Co. geht. Im Radio Hamburg Podcast „Weggesuchtet“ berichtet er wöchentlich über Neuigkeiten aus der Streaming-Welt und rezensiert die aktuellen Kinofilme. Hin und wieder hört man auch die Stimmen von Quentin Tarantino, Joaquin Phoenix oder Emilia Clarke, wenn Christian Aust wieder in der Welt unterwegs war um die großen Stars zum Interview zu treffen. Alle Folgen hört ihr hier!

 

Das Problem mit den Zahlen

Anders als bei Abrufen beim Webradio, die in der Regel durch einen Hörvorgang der mindestens 60 Sekunden andauert bemessen werden, war es bisher schwierig sich in der Podcastwelt auf einen Erfolgsfaktor zu einigen. Wie viele Downloads hat mein Podcast im Monat? Wie viele Abonnenten hat mein Podcast? Wie viele Streams hat mein Podcast und wie lange wurde zugehört?

Das Stichwort hier lautet „Unified Podcast Analytics“. Im von Podigee dazu angerfertigten Whitepaper wird unter anderem erklärt, dass die Begriffe „Download“, „Streamen“ und „Hören“ zusammengelegt werden und als „Hörintention“ neu definiert werden. Alle Infos dazu und zu den IAB-Richtlinien sind im Blog von Podigee nachzulesen.

 

So geht’s weiter

Wie in vielen anderen Branchen auch ist uns die USA beim Thema Podcast um einige Jahre voraus. Laut den Deutungen der größten erfassten Studien und Statistiken sollen es genau 4 Jahre sein. Während auch in den Staaten beim Wachstum kein Ende in Sicht ist, soll sich die Bekanntheit des Mediums und die dadurch erwirtschafteten Umsätze in einigen Jahren die Größe annehmen, wie sie es in den USA aktuell sind. Damit ist auch jetzt noch niemand zu spät, um auf den Hype Train aufzuspringen.

 

Zögern Sie also nicht und nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Die Reise hat nämlich gerade erst begonnen. Schreiben Sie einfach eine Mail an kontakt@more-marketing.de oder rufen Sie uns an unter +49 (0)40 500 382 19.



Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über die aktuellen Themen und Trends der Hamburger Medien- und Marketingbranche.
Abonnieren Sie ganz einfach unseren kostenlosen Newsletter.

Jetzt anmelden!