Volks Rock’n’Roll im Volksparkstadion

Nach 10 erfolgreichen Jahren im Musikbusiness, startet Andreas Gabalier seine große Stadiontournee 2019 in Deutschland.

Worauf sich Hamburg freuen darf und was den Erfolg des Semmel Concerts Tourkünstlers ausmacht: Ich habe mit ihm bei der aktuellen Hallentournee gesprochen.

Heute ist die achte Show deiner aktuellen Hallentour in der Barclaycard Arena Hamburg – Jede Show ist bisher ausverkauft. Was bedeutet das für dich?

Andreas Gabalier: „Das ist die wohl erfolgreichste und mit Abstand schönste Tour, die wir je gefahren sind. Gestern in Kiel, heute in Hamburg. Auch der hohe Norden wurde erobert. Es ist unglaublich was da passiert, wie viel Stimmung, wie viel Mottoparty da ist, sowie Flair und Tracht, die vertreten ist. Die Leute haben so viel Freude. In den sozialen Netzwerken gibt es tolle Kommentare zu den Konzerten. Es fühlt sich unglaublich an mit dem Dialekt bis an die Ost- und Nordsee spielen zu dürfen. Jeden Tag erhalten wir einen „Sold Out Award“. Mir ist bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist. Ich kenne viele Kollegen aus der Branche, die mir sagen: Lieber Andreas, freu dich, das ist nicht von dieser Welt, dass du egal wohin du kommst so große Konzerte ausverkaufst. Die acht Stadien-Termine für Deutschland nächstes Jahr sind auch bereits zu fast 70 Prozent verkauft und das am Beginn der jetzigen Tour. Ich genieße es in vollen Zügen.“

Die Menschen kommen zu deinen Konzerten hauptsächlich in Tracht, in Lederhos‘n und Dirndl. Das ist hier im hohen Norden doch recht ungewöhnlich. Was gibt dir das?

Andreas Gabalier: „Ich sehe das als größte Wertschätzung. Die Leute wollen dabei sein, bisschen im olympischen Gedanken. Es trägt zu einem besonderen Flair bei. Die Leute machen sich hübsch, wenn sie rausgehen – Zöpfe flechten, Dirndl-Kleider draufschnallen. Es ist insgesamt ein großes Miteinander bis in die letzte Reihe. Wenn man nachher die Fotos auf Facebook sieht, die die Leute posten – die haben wirklich eine tolle Zeit.“

Ist es hier im Norden anders zu spielen als in den südlicheren Städten?

Andreas Gabalier: „Hier ganz oben ist es eher etwas Exotisches. Mit vielen Inhalten vieler Songs können die Menschen nicht ganz so viel anfangen, da die Bezugspunkte, diese alpenländischen, fehlen. Aber trotzdem ist Österreich ein Thema bei den Deutschen und auch hier im Norden. Das sind positive Erinnerungen an schöne Urlaube oder Dergleichen. Und von der Stimmung her, gibt es schon lange kein Nord-Süd-Gefälle mehr.“

2019 spielst du am 22. Juni deinen Volks Rock’n’Roll bei uns im Volksparkstadion Hamburg. Wäre dir nicht auch eine kleinere Show lieber?

Andreas Gabalier: „Ich genieße es schon sehr. Es hat alles sein Für und Wieder. Natürlich ist es anders, wenn man gefühlte 100m weit vom Publikum entfernt ist. In der Halle ist man intimer, bisschen näher an den Fans, man spürt es ganz anders. Im Juni legen wir dann mit der Superlative los und spielen die Stadiontour. Zum 10jährigen Jubiläum haben wir gesagt, wenn wir das jetzt nicht versuchen, dann vielleicht nie wieder. Im deutschsprachigen Raum, haben wir wirklich viel erreicht. Ich denke das Unbeschwerte, das wir mitbringen, ist auch das, was die Leute fasziniert. Das ist einfach eine Bestätigung für das, was ich seit fast 10 Jahren mache.“

Frauke Ulfik (more Marketing) mit Andreas Gabalier

Wie hörst du privat Musik? Schaltest du auch mal das Radio ein?

Andreas Gabalier: „Radio höre ich recht selten ehrlich gesagt. Ich höre viel quer durch die Bank. Ich höre gerne alte Rockscheiben. Ich habe die alte Schallplattensammlung meines Vaters mir selbst vererbt. Bei mir Zuhause in der Küche treffen sich oft meine Freunde auf dem Küchenbankerl und dann hören wir die alten Sachen, legen Swing-Platten auf, machen Brotzeit mit Bier. Und ansonsten höre ich auch gerne mal keine Musik – besonders nach einer solchen Show wie heute.“

Mit welchem Künstler würdest du gerne noch mal zusammenarbeiten?

Andreas Gabalier: „Tina Turner! Sie war immer mein Vorbild. Mein Idol. Ich war schon mal bei ihr in der Schweiz am Zürichsee. Sie hatte immer so einen Biss, dieses „Alles-Geben“, dieses „Sing um dein Leben“. Speziell aus der Ike und Tina Zeit. Es wurde jeder Song am Zenit performt, das habe ich mir „etwas mitgenommen“. Ich will mich nicht mit ihr messen, aber sie hat mich immer sehr beeindruckt. Es wäre schön gewesen mit ihr zu arbeiten, aber sie macht leider nichts mehr.“

Semmel Concerts, als einer der größten deutschen Konzertveranstalter, setzt besonders viele Shows und Konzerte mit einem Fokus auf deutsche Musik und Schlager um.

Was hat sich die letzten Jahre verändert, dass Schlager mittlerweile Stadien füllt?

Timo Hoppen, Projektleiter von Andreas Gabalier und Niederlassungsleiter des Hamburger Büros von Semmel Concerts:

„Der Schlager ist und bleibt die Musik für gute Laune. Die Besucher erhalten nicht nur atemberaubende Shows und ganz großes Entertainment, sondern tauschen für zwei bis drei Stunden den Alltagsstress und die Sorgen gegen gute Stimmung ein. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Nachrichten doch eher von negativen Schlagzeilen angeführt werden, ist es wichtig, auch mal kurz abtauchen zu können. Dieses ganze Erlebnis inkl. Starbesetzung bekommt der Konzertbesucher zu einem noch schmalen und bezahlbaren Preis.

Zudem hat sich der ‚Schlager‘ auch sehr verändert in den letzten Jahren. Er ist modern geworden, geht mit der Zeit. Der klassische 4/4-Takt wird immer häufiger mit kräftigen Elektro-Beats unterlegt. Durch diese Entwicklung findet er auch immer mehr seinen Weg in die Clubs, in der er die junge Generation anspricht.“

Nach Helene Fischer ist nun auch Andreas Gabalier auf großer Stadiontournee. Was ist für euch als Veranstalter das Besondere an diesen großen Shows?

Timo Hoppen:

„Natürlich ist eine solche Produktion etwas ganz Besonderes und eigentlich nicht zu vergleichen mit Shows in den normalen Spielstätten. Angefangen von der Infrastruktur in einem Stadion, die auf Sportveranstaltungen ausgelegt ist und nicht auf Konzerte, bis hin zu der Produktion an sich. Es ist eine sehr besondere Aufgabe solch eine Produktion zu entwickeln, die bei bis zu 80.000 Menschen im Münchener Olympiastadion als Beispiel, auch noch den Besucher in der hintersten Ecke des Stadions erreicht und natürlich ebenso fesselt, wie den Zuschauer in der ersten Reihe.

Nicht nur der Künstler auf der Bühne muss alles geben, auch wir als Veranstalter sind hier ebenso gefragt. Unsere Besucher sollen sicher und glücklich zum Konzert und auch wieder nach Hause kommen. Dies stellt vor allem uns immer vor einer großen Herausforderung, die wir uns bei jeder Show gerne stellen.“

Ihr setzt bei vielen Konzerten und Shows auf Radiowerbung im Mediamix und arbeitet regelmäßig auch mit Radio Hamburg und HAMBURG ZWEI. Was sind deiner Meinung nach die Argumente für Hörfunk?

Timo Hoppen:

„In der Werbung ist der perfekte Mix der Schlüssel zum Erfolg. Im Print-Bereich hat man bereits eine so enorme Reizüberflutung, dass Anzeigen und Werbung teilweise nicht mehr wahrgenommen werden. Über den Hörfunk kann man mit guten Trailern und guter Musik noch ganz andere Reize auslösen und somit die Aufmerksamkeit der Hörer erreichen.“

Erzählst du uns kurz wie und wo man noch Tickets für die Stadionshow von Andreas bekommt:

Timo Hoppen:

„Natürlich an allen Vorverkaufsstellen und online unter www.eventim.de und www.ticketmaster.de .Wir möchten darauf hinweisen, dass wir nur zu den offiziellen VVK-Stellen und genannten Onlineshops raten. Es gibt einen großen Ticketzweitmarkt, wo deutlich höhere Preise verlangt werden.“

Frauke Ulfik

Mediaberaterin / Branchen: Entertainment & Bühne, Veranstalter, Verkehrsmittel, Optiker & Hörakustiker, Fahrradhändler, Handel

Telefon: 49 (0) 40 82 22 78-419



Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über die aktuellen Themen und Trends der Hamburger Medien- und Marketingbranche.
Abonnieren Sie ganz einfach unseren kostenlosen Newsletter.

Jetzt anmelden!